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Neue Fenster lassen Kirche in vielen Farben erstrahlen Drucken E-Mail

Die neuen transparenten Gläser in der Erlöserkirche verstärken die Reflektionen der äußeren Umgebung. Gemeindemitglieder haben lange gespart.

 

NeueFenster02Am Sonntag wurden die neuen Fenster in der Oestertaler Erlöserkirche eingeweiht. Die Gemeinde hatte lange gespart, um die Kosten dafür selbst tragen zu können.

Gestaltet wurden sie von dem Glaskünstler Günter Grohs, zu dessen bekanntesten Arbeiten etwa die Chorraumfenster der St. Matthias Basilika in Trier gehören. Als er diese im Jahre 1994 entworfen hat, hat er mit einem Architektenbüro zusammen gearbeitet, für welches auch Anke Barbara arbeitete. Heute ist sie Presbyterin der heimischen Gemeinde und hat dank ihrer guten Erfahrungen aus Trier Günter Grohs nach Plettenberg gelotst.

"Ich habe mich gefreut, dass sich Anke  Barbara nach so vielen Jahren noch an mich erinnert hat", sagte Grohs, der im Vorfeld einige Überzeugungsarbeit leisten musste. "Als ich die Kirche zum ersten Mal betreten habe, hatte ich sofort einige Ideen. Doch es ist ja immer schwierig solche Entwürfe darzustellen. Also habe ich viele Gespräche geführt und einen ganzen Vortrag über meine Arbeiten gehalten, um die Gemeinde zu überzeugen", erklärte der Künstler.

Mit dem Ergebnis ist Günter Grohs sehr zufrieden: "Wenn man die Kirche betritt, kann man frei atmen - genau das Gefühl wollte ich hervorrufen."

Zufrieden und erleichtert dass das Projekt gelungen ist, ist auch die Gemeinde. Die Gemeindemitglieder haben sechs Jahre lang gespart und gesammelt, um die Kosten, die sich auf 48 000 Euro beliefen, stemmen zu können.

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Die rechteckigen Fenster wurden mit geraden Linien verziert, so dass sich klare geometrische Formen ergeben. Auf besondere Farben hat Grohs bewusst verzichtet. Denn durch die Transparenz scheint je nach Lichteinstrahlung eine neue Farbe der äußeren Fenster in das Kirchenschiff hinein. Zudem wurden auf den Fenstern die sieben "Ich bin"-Worte des Johannesevangeliums angebracht. "Günter Grohs versteht es, bereits Vorhandenes mit anderen Mitteln fortzuführen", lobte Pfarrer Dietmar Auner. "Ich freue mich besonders, dass sich unsere Generation verewigt hat, dass unsere Generation etwas zum neuen Ausdruck dieser schönen, alten Kirche beitragen konnte", erklärte Auner seine Freude. Nach dem Gottesdienst nutzen die Gemeindemitglieder bei einem kleinen Sektempfang die Gelegenheit, sich mit Günter Grohs über seine Arbeit zu unterhalten.

■ Süderländer Tageblatt - Di., 24.05.2011 - an