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Wir haben 4 Gäste online| Der Christuskirche fehlen noch 211 000 Euro |
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Die CDU-Ortsunion Plettenberg konnte sich am vergangenen Montag selbst ein Bild von den großen Rissen im Kirchengebäude machen. Schnell war den gut 15 CDU-Mitgliedern klar, dass an der Renovierung des Gotteshauses kein Weg vorbeiführt und eine finanzielle Unterstützung notwendig ist. Doch bevor Pfarrer Dietmar Auner auf die Kosten und die Finanzierung der Arbeiten an der Christuskirche einging, stellte er vor, welche Bauabschnitte in der Kirche geplant sind.
Zu Beginn der Arbeiten wird das Mauerwerk des Kirchturms durch acht Meter lange Metallstangen befestigt. Diese Stangen werden in verschiedenen Höhen der Kirche angebracht. Dadurch wird eine dauerhafte Stabilisierung des Gebäudes gewährleistet. Da die Christuskirche ein denkmalgeschütztes Gebäude ist, werden die Metallstangen so in das Mauerwerk eingebracht, dass sie von außen nicht sichtbar sind. Es folgt eine Verfestigung des Fundaments. Hier wird Beton per "Injektion" in die Hohlräume des Kirchenfundaments gespritzt. Der dritte und letzte Bauabschnitt ist der Austausch von Bauteilen im Dachstuhl des Kirchturms. "Das sind nicht ganz billige Methoden", sagte Pfarrer Dietmar Auner und beziffert die Gesamtkosten für die Sanierung auf 560 000 Euro. Ein konkretes Beispiel, wie das fehlende Geld in die Kirchenkasse fließen soll, erläuterte Auner auch. So wird die evangelische Gemeinde ab dem kommenden Jahr ein freiwilliges Kirchgeld einführen und dieses von ihren Mitgliedern erbitten. Dies habe man bereits beschlossen und werde es den Gläubigen nach den Sommerferien per Brief mitteilen. Das Kirchgeld wird monatlich eingezogen, auch eine nur einmalige Zahlung ist möglich. "Diese Maßnahme ist nötig, damit wir das Geld für die Renovierung der Christuskirche und andere Bauarbeiten, wie z.B. die Erweiterung des Familienzentrums, zusammenbekommen", sagte Dietmar Auner. Aus anderen Gemeinden sei ihm bekannt, dass die Einführung eines Kirchgeldes auf ein positives Echo gestoßen sei, berichtete der Plettenberger Pfarrer weiter. Er ist davon überzeugt, dass man mit der Einführung des Kirchgelds auch in Plettenberg auf offene Ohren stoßen werde. ■ Ein Drittel der Baukosten fehlt noch "Jedes Jahr stehen uns 110 000 Euro seitens der Landeskirche für Bauvorhaben zur Verfügung", stellte Dietmar Auner weiter dar. Von diesem Betrag müsse die Gemeinde aber alle Reparaturen und Renovierungsarbeiten an allen ihren Gebäuden bezahlen, klagte der Pfarrer. Gleichwohl habe man sich aus diesen Geldern für die Kirchenrenovierung bereits eine Summe von 200 000 Euro zusammengespart. Eher kläglich war jedoch bisher das Spendenaufkommen: Erst schlappe 15 000 Euro gingen ein. Alles in allem liegen auf dem Kirchenbaukonto der Gemeinde jetzt 349 000 Euro - somit fehlt an den erforderlichen 560 000 Euro noch ein stattliches Drittel.
■ Baufirmen bieten nur zurückhaltend an Auf die Frage von CDU-Chef Heinz-Dietmar Schulz, wie verlässlich die Kostenschätzung sei, antwortete Pfarrer Dietmar Auner: "Wir haben versucht, von Baufirmen Festpreise zu erhalten." Vier Angebote, die das Ingenieurbüro Osenberg und Mertens aus Köln für die Kirchengemeinde habe erstellen lassen, lägen den Verantwortlichen der Gemeinde vor. "Dort gab es eine enorme Spannbreite von bis zu 100 000 Euro", berichtete Pfarrer Auner. Schließlich habe man das günstigste Angebot ausgewählt. Genaue Kalkulationen wollte aber wohl keine der angeschriebenen Baufirmen abgeben, da es bei alten Gebäuden immer zu Mehrkosten kommen könne. So laufen die Vorbereitungen für die Renovierung der Kirche, die in der Obhut des Kölner Ingenieurbüros liegen werden, auf Hochtouren. "Wir haben eine konservative, solide Rechnung aufgestellt und vertrauen dem Ingenieurbüro", erklärte Dietmar Auner. CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Hillert sicherte der Kirchengemeinde die Unterstützung der CDU-Fraktion zu. "Die Christuskirche ist ein Wahrzeichen der Stadt, das die Unterstützung aller Plettenberger verdient. Wir werden im Rat beantragen, dass sich die Stadt Plettenberg an der Finanzierung beteiligt." Zum Abschluss der Ortsbesichtigung konnten die anwesenden CDU-Mitglieder selbst einen Blick in das Innere des Kirchturms werfen. Die Einladung zur Turmbesteigung nahmen die Christdemokraten dankend an und wagten sich gerne in die Höhen des historischen Plettenberger Gebäudes. ■ Süderländer Tageblatt, 28.07.2011 - tb |
Spendenbarometer



12.03.2012
Die Gesamtinvestition für die Sanierung der Christuskirche beläuft sich auf etwa 560.000 Euro. Die Kirchengemeinde kann aus eigenen Mitteln und aus Zuwendungen der Denkmalpflege 335.000 Euro aufbringen. Die verbleibenden 225.000 Euro müssen durch Spenden gedeckt werden.
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Um die Kosten der Turm- renovierung der Christus-kirche stemmen zu können, ziehen die Verantwortlichen der Gemeinde alle Register. Die Einführung eines Kirchgelds wurde beschl-ossen. Spenden von Bürgern und Unternehmen werden erbeten. Und die Kirche hofft auf die Unter-stützung der Stadt.
So wäre es der Gemeinde eine große Hilfe, wenn die Stadt Plettenberg sich finanziell an der Renovierung beteiligen würde. Aber nicht nur hier hofft man, einen Teil der fehlenden Differenz zu erhalten: Die Kirche wartet auf Zuschüsse des Landes NRW - aus dem Fond für Denkmalpflege. Des Weiteren baut man auf die Unterstützung aller Plettenberger, das baufällige Gebäude zu sichern. "Wir hoffen auf freiwillige Spender und Unternehmen", berichtete Pfarrer Andreas Hirschberg, der ebenfalls an der Besichtigung teilnahm. Auch Ideen für eine kreative Hilfe, wie Spendenkonzerte oder Veranstaltungen um den Kirchplatz, die der Renovierung zugutekommen, sind gerne willkommen.

