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Benefizkonzert: Vereint singen die Plettenberger Chöre zum Erhalt der Christuskirche"Wer kennt die Chöre, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?" Frei nach Friedrich von Schiller kamen die Plettenberger Chöre zum Erhalt in der Christus-Kirche in dem altehrwürdigen Bauwerk zusammen. Ob Sänger oder Besucher, alle hielten zusammen, um dieses auch kunsthistorisch wertvolle Gotteshaus weiterhin im wahrsten Sinne des Wortes zusammenzuhalten. Und taten es gleich den bettelarmen Bürgern der Stadt nach dem großen Stadtbrand, die nur noch das hatten, was sie auf dem Leibe trugen: Sie schützten die Kirche vor dem Regen mit einem Dach.
Kirchenmusikdirektor Gerhard Strub stellte dem friedlichen Sängerwettstreit Präludium und Fuge c-Dur von Johann Sebastian Bach - auf der großen Orgel gewohnt minutiös ausgearbeitet - voran.
Mit Dankesworten wies der Schirmherr und frühere Bürgermeister Otto Klehm auf die Wichtigkeit der Maßnahmen hin und freute sich über den verliehenen Schirm mit dem Emblem der Christus-Kirche. ■ Groß und Klein singen in der Christuskirche Gleichsam in den Fußstapfen der "vier Scholaren", die laut Stadtgeschichte schon im Jahr 1481 in der Samstagsmesse in der Christuskirche unter Orgelspiel singen mussten, eröffnete der neue Kinderchor der offenen Ganztagsschulen unter Chorleiter Christoph Ohm "wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen" mit zeitgenössischem Liedgut, begleitet vom jetzigen Kantor Gerhard Strub. Als noch junge Formation folgten sie erstaunlich gut konzentriert und erfrischend ihrem Chorleiter, gleichzeitig sozusagen demselben zukunftsweisend versichernd "denn ich bin immer Dein zu Haus". Anschließend verwandelten die Erwachsenenchöre den dreischiffigen Kirchenraum in einen noch nie so wahrgenommene Akustikkörper, gedankt den kraftvollen, fein kultivierten Männerstimmen aller männlichen Stimmlagen. Voran der Männergesangsverein Bremcke - die "Four Valleys" unter Thomas Weidebach mit "Das Morgenrot" von Robert Pracht und "Hör' in den Klang der Stille" von Lorenz Maierhofer sowie "Höre mein Rufen" von Hans Weiß-Steinberger. Das war nicht nur Gesang, das war inbrünstiges Gebet - mit dem klaren, gehaltenen, liegenden Oberton, die Bässe rund, alle leidenschaftlich mit vollster Konzentration und äußerster Disziplin - das muss man erst einmal können, dank des Chorleiters und williger Sänger. Der dazugehörige neue Frauenchor "FemmeVocal", kongenial am Keyboard begleitet von Gerhard Strub, spiegelte seinen Chorleiter Thomas Weidebach aus voller Kehle und rief weitere Erwartungen hervor mit dem bekannten "Only Time" von Enya und von Paul Simon "The Sound of Silence". Es folgten die "Altgedienten" mit dem Schirmherrn selbst, der Männergesangsverein Plettenberg, unter Hubertus Schönauer mit seiner schier hypnotisch übertragenden, musikantischen Aufforderung an jeden einzelnen Sänger. Und so stieg zum Himmel das vertrauensvolle Gotteslob "Von guten Mächten wundersam geborgen" von O. Kirst. Unglaublich, welche Ausarbeitung und musikalische Präzision und Präsenz der Sänger, auch bei dem Spiritual "Kumbayah, my Lord" und "Herr, deine Güte" von August Eduard Grell. Hier "wächst in den Bergen nicht nur das Eisen", hier wächst und grünt weiter zwischen den Bergen volltönender Männergesang mit einer perfekten Aussprache - als hätten sie sonst nichts anderes zu tun. Der Männergesangsverein Holthausen unter Herbert Wilberg mit seiner ausgefeilten Chorarbeit führte die Besucher anheimelnd, erzählend spazieren in die Kinderzeit und unsere herrliche Landschaft mit "In der Fremde" von Rudi Kühn und "Was glänzet der Frühling" von Hans Weiß-Steinberg. Eine mutige Solostimme trug durch das Spiritual "All Night, All Day". Besinnliche Sätze, dem Veranstaltungsort angepasst, sang der Frauenchor Eiringhausen unter seiner Chorleiterin Rosel Neumann: "Alta Trinit|2a beata" von L. Maierhofer, "Wir sind Menschen einer Erde" von dem ersten Chorleiter des Märkischen Kammerchor Michael Schmoll und "Die Glocken von Isola Bella" von Otto Groll, sehr lebensbejahend den Frieden auf Erden verkündend und betonte wohltuend das letzt Lied mit körperlichem Schwingen.
Sehr diszipliniert, aufmerksam und voll klingend trugen die Vereinigten der Männergesangsverein Eiringhausen und der Männerchor Ohle unter Rosel Neumann "Tebje Pojem" von Dimitrij Bortnjanskij vor. Hingewiesen werden muss auf die Schwierigkeit der Integration zu einem gemeinsamen Vortrag von zwei verschiedenen Chören unter verschiedenen Leitern. Hier nun erblühte "Die Rose" von Amanda Mcbroom so schön wie nie zuvor und die Sänger ermahnten, "wer nur sucht, was ewig dauert, versäumt den Augenblick" mit gelungenem piano-forte-Vortrag. Gefallen fand auch die "Vater unser" Vertonung von Haller/Meinunger mit dem Tonartwechsel am Schluss. Zuletzt trat der Männerchor Böddinghausen an. In Vertretung von Eugen Momot hatte Herbert Wilberg die Leitung übernommen - auch hier eine Herausforderung für Chorleiter und Sänger. Trotz der ungewohnten Akustik, segelten alle Beteiligte dank vorheriger feiner Ausarbeitung durch die kompositorische Aufgabe "Der träumende See" von Robert Schumann. Einfühlsam kamen die schwarzen Bässe bei "Im Dorf da geht die Glocke schon" von Bernhard Weber zum Tragen. Der Vortrag "Die Nacht" von dem bekannten Franz Abt beendete den Chorgesang. Dann packte Gerhard Strub die Herausforderung für jeden Organisten, die bekannte Orgel-Toccata und Fuge D-Moll von Johann Sebastian Bach, bei den "Tasten" und interpretierte mit atemberaubenden Tempi königlich und wie tanzend die sich ineinander verschlingenden Läufe, die wie ein Springbrunnen in Tonkaskaden auf- und niederprasselten - ein wahrhaft krönender Abschluss dieses Konzertes. Welche kulturellen Schätze birgt dieses zwischen Bergen eingeschmiegte Städtchen in seinen Tälern und tönt bescheiden, als wären die von Menschen hervorgerufenen Klänge einzig die der Schmiedehämmer aus der Arbeitswelt. ■ Süderländer Tageblatt - Di., 24.05.2011 - un
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12.03.2012
Die Gesamtinvestition für die Sanierung der Christuskirche beläuft sich auf etwa 560.000 Euro. Die Kirchengemeinde kann aus eigenen Mitteln und aus Zuwendungen der Denkmalpflege 335.000 Euro aufbringen. Die verbleibenden 225.000 Euro müssen durch Spenden gedeckt werden.
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